Igelburg Mossautal

Home
Wer wir sind
Spendenkonto
Igel im Garten
Fütterung
Igelcam
Igel Story
der Rest..
Kontakt
Anfahrtskarte
Presse
Links
Impressum

 

Der Odenwaldkreis verleiht Ehrenamtskarten

                                       

Quellen: Odenwälder Journal (links, 27.05.2010) und Mossautal aktuell (rechts, 18.06.2010)

 

Igelbesuch in der Grundschule Mossautal im Dezember 2009:

Quelle: Mossautal aktuell, 11.12.2009

 

Reinhard Köthe schrieb im echo-Online am 09.12.2008:

Fünfzig Igel warten auf das Frühjahr
Tierschutz: In Ober-Mossau bietet Idun Rieden stacheligen Gesellen Winter-Quartier,
um sie wieder auswildern zu können
OBER-MOSSAU. Gerade mal 303 Gramm bringt das stachelige Bübchen aus Michelstadt auf die Waage, das dieser Tage bei Idun
Rieden in Ober-Mossau abgegeben wurde. Sie hält sich das Tier ans Ohr, murmelt etwas von Lungenentzündung und zieht schon die
Einwegspritze mit dem Antibiotikum auf. Tatsächlich röchelt der Winzling unüberhörbar. Eine Wärmflasche kommt in ein altes
Handtuch, mit einem zweiten wird das Igelchen zugedeckt. Daneben stellt die Tierschützerin das Schälchen mit Katzenfutter, die
preiswerteste Nahrung, die auch den Stachelträgern bekommt. Idun Rieden hat alsbald nach ihrem Umzug aus dem Rheinland in den
Odenwald vor sechs Jahren damit angefangen, sich um kranke oder verletzte Igel zu kümmern. Vor eineinhalb Jahren gründete sie mit
einer Handvoll Mitstreitern die Igelburg Mossautal, die heute nicht nur als gemeinnütziger Verein geführt wird: Urkunden vom Veterinäramt
des Kreises sowie der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidenten geben der Einrichtung die rechtlichen
Grundlagen. „Es gibt sicherlich mehrere Igelstationen in Hessen, doch erst drei sind staatlich anerkannt“, weiß die Tierschützerin, die nur ein
Ziel kennt: die Igel über den Winter zu bringen, um sie so bald als möglich wieder in die freie Wildbahn zu entlassen – am besten dort,
wo sie aufgefunden wurden.
Rund 2000 Euro haben die sieben Mitglieder der Igelburg in ein neues Freigehege mit zahlreichen Holzhüttchen investiert. Nur wenn es sich
um Geschwister handelt, können die Tiere in einer Box zusammen überwintern. Denn Igel sind – bis auf die Paarungszeit – Einzelgänger,
fügen anderen schwere Verletzungen zu, die in ihr Revier eindringen. Im Haus von Idun Rieden gibt es neben der Futterküche und dem
Labor einen großen Quarantäneraum, in dem Neuankömmlinge oder kranke Tiere in Käfigen untergebracht sind. Regelmäßig erscheint die
Pflegerin übrigens im Pressehaus des Odenwälder Echo, um bündelweise alte Zeitungen abzuholen, mit denen Käfige und Hüttchen
ausgelegt werden. Zwar gibt es entgegen landläufiger Meinung keine Schweine- und Hundeigel, wie die Fachfrau weiß: „Der Unterschied
resultiert aus dem Ernährungszustand, aber Schweine sind Igel allemal.“ Regelmäßig müssen die Zeitungen ausgetauscht werden,
ständig dreht sich die Waschmaschine mit den Handtüchern aus dem Quarantäneraum.
Auch wenn die ersten Igel bereits zusammen mit den letzten Sauriern unsere Erde bevölkert haben, in Amerika allerdings aus nicht
bekannten Gründen ausgestorben sind, wissen wir bei weitem noch nicht alles über die Natur dieser an sich putzigen Kerlchen. „Mit der
Igelforschung hat der frühere Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek erst vor vierzig Jahren begonnen“, so die Tierschützerin, die
sich medizinische Kenntnisse angeeignet hat, um ihre Hausgenossen selbst behandeln und auch Laboruntersuchungen vornehmen zu
können: „Den Tierarzt kann sich unser Verein nicht leisten“, weist sie auf das drängendste Problem der Igelburg mit aktuell 50 Gästen – 15
weitere sind bei Vereinsmitgliedern untergekommen – hin: Die knappen Finanzen.
Weil Igel bekanntlich von Milch krank werden, bekommen Jungtiere eine Spezialnahrung ins Fläschchen, von der eine Dose gleich mit 50
Euro zu Buche schlägt. Jetzt überlegen die Vereinsmitglieder, ob sich die Hühnerhaltung lohnen könnte, denn Eier gehören ebenfalls zum
Nahrungsspektrum ihrer Freunde.
Im rauen Odenwald muss ein Igel mindestens 700 Gramm schwer sein, um den Winterschlaf überleben zu können, an der milderen
Bergstraße reichen 600 Gramm. Ein Alarmzeichen ist, wenn sie sich tagsüber blicken lassen. Dann sind die nachtaktiven Tiere entweder
krank, verletzt oder vertrieben worden. So überwintert gerade eine Igelmutter mit gleich zehn Jungen – das ist fast schon eine biologische
Sensation – in Ober-Mossau: Die Familie musste einer Neubaumaßnahme weichen.
Irgendwann will der Verein auch einen Mustergarten anlegen, wo sich jeder Interessierte informieren kann, wie er dem Igel auf seinem
Grundstück Lebensraum bieten kann.

Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/static/690153.htm

 

Karen Fröhlich schrieb in der Braunschweiger Zeitung am 06.02.2008:

 

Hilmar Pfister schrieb in den Stuttgarter Nachrichten am 29.01.2008:

 

Hilmar Pfister schrieb in den Stuttgarter Nachrichten am 05.01.2008:

Tonnenweise Mäusegift gegen unliebsame Nager

Landwirte wehren sich mit Ratron gegen Plage –
Naturschützer: Auch andere Tiere können sterben

Stuttgart - Mit tonnenweise Giftkör­nern haben sich die Landwirte im ver­gangenen Jahr gegen eine Mäuse­plage gewehrt. Naturschützer war­nen: Das Gift tötet auch andere Tiere wie Feldhasen und Greifvögel. Doch die Landesregierung will den Giftein­satz auch künftig nicht stoppen.

VON HILMAR PFISTER
Sie sind nur zehn Zentimeter groß, wiegen 50 Gramm und kauern meist unscheinbar im Gras. Doch wenn Feldmäuse zu Hundert­tausenden im Weizenfeld einfallen, bekom­men es selbst hartgesottene Landwirte mit der Angst zu tun.
Die kleinen Nager zerfur­chen den Boden, fressen die Wurzeln ab, kni­cken die Halme junger Pflanzen um und hin­terlassen ein Bild der Zerstörung. Bis zu 80 Prozent der Ernte gehen teilweise zugrunde - auch im vergangenen Jahr im Südwesten. Milder Winter, trockener Frühling: Das wa­ren die Zutaten für ein erschreckend erfolg­reiches Mäusejahr. Ein Weibchen wirft zwi­schen März und September üblicherweise vier- bis fünfmal je sechs Junge. Hochge­rechnet kommt man so auf 500 bis 700 Nach­kommen eines Pärchens - pro Jahr. Wie viele Nager im vergangenen Jahr auf den Feldern des Landes gewütet haben, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Doch von ei­ner Plage spricht man, wenn sich 1000 bis 2000 Tiere auf einem Hektar tummeln.
„Um wirtschaftliche Schäden zu vermei­den und die Qualität zu sichern, muss man in solchen Fällen Mäusegift ausbringen", sagt Marco Eberle vom Landesbauernver­band. Und das taten die Landwirte denn auch. Mit Düngerstreuern und Drillmaschi­nen warfen sie rund 1,75 Tonnen des Mäuse­gifts Ratron auf die Felder. Das geht aus Er­hebungen des Landwirtschaftsministeriums hervor. Am häufigsten landete das gra­nulatförmige Gift auf den Feldern im Ho­henlohekreis und im Neckar-Odenwald­Kreis. Die Bedenken von Naturschützern nehme man sehr ernst, sagt Eberle. Nicht umsonst sei die Genehmigung eines Giftein­satzes mit strengen Auflagen verbunden - „den strengsten auf der Welt". Das sagt auch das Landwirtschaftsministerium. Ra­tron wirke nur auf Mäuse. Vergiftungen an­derer Tiere durch das Mäusegift habe es seit 1990 nicht gegeben. Deshalb gebe es keine Veranlassung, den flächigen Einsatz von Ra­tron zu untersagen.
Doch Naturschützer und auch die Land­tags-Grünen bleiben bei ihren Warnrufen, „Wir befürchten, dass der großflächige Gift­einsatz Greifvögel wie Rotmilan und Mäuse­bussard gefährdet", sagt der Landesvorsit­zende des Naturschutzbunds (Nabu), Andre Baumann. Die Aussage des Ministeriums, Ratron sei unbedenklich, akzeptiere man nicht. Im Gegenteil: Die Gefahr für Greifvö­gel sei nicht zu unterschätzen. Schließlich würden sich viele Greifvögel von Mäusen er­nähren. „Wird Ratron in großem Stil ausge­bracht, können Wildvögel qualvoll veren­den", verdeutlicht Baumann. Erfordert des­halb, den Einsatz von Ratron zu verbieten.
Obwohl das Landwirtschaftsministerium dem Drängen der Kritiker nicht nachgeben will, könnte sich das Problem auch so lösen. Grund: Das Mäusegift ist nicht gerade bil­lig. Experten schätzen, dass Landwirte etwa 50 Euro für einen Hektar ausgeben müssen. Und: Das Genehmigungsverfahren ist langwierig. Beides könnte die Landwirte im kommenden Jahr von Gifteinsätzen ab­schrecken, sollte es wieder zu einer Mäuse­plage kommen. Davon ist sowohl der Lan­desbauernverband als auch das Ministe­rium überzeugt. Doch was dann? Effektive Alternativen zum Mäusegift gibt es wenige. Zwar könnten die Landwirte ihre Böden mit speziellen Geräten bearbeiten und so die Mäuse vertreiben. Doch für große Flä­chen ist diese Methoden wenig geeignet.
Im ökologischen Landbau behilft man sich mit den natürlichen Feinden der Nager. Gifteinsatz ist nicht erlaubt, und so montie­ren die Landwirte Sitzstangen in die Nähe ihrer Felder. Habicht, Bussard und Co. kön­nen darauf Platz nehmen und ihr Futter von weitem genüsslich betrachten.

Info: Das umstrittene Mäusegift Ratron kommt meist in Form von Granulat zum Einsatz. Es enthält den Wirk­stoff Chlorphanicon. Damit dieser seine tödliche Wirkung entfalten kann, müssen die Mäuse das Granu­lat in großen Mengen fressen. Das Gift hemmt dann die Blutgerinnung im Tierkörper und verdünnt die Wände der Blutgefäße. In der Folge sterben die Mäuse an inneren Blutun­gen. Der Hersteller des Produkts macht darauf aufmerksam, dass es sich dabei um einen „schmerzlosen Schwächetod" handelt.
hip

 

Der erste Artikel in den Stuttgarter Nachrichten am 15.10.2007:

Warnung vor Mäusegift

Stuttgart (StN) - Der Naturschutzbund Nabu kritisiert, dass Landwirte das Mäusegift Ratron auslegen dürfen. "Wir befürchten, dass der großflächige Gifteinsatz Greifvögel wie Rotmilan und Mäusebussard gefährdet", erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende Andre Baumann. Der Nabu fordert die Verwaltungen auf, den Einsatz des Mäusegifts zu begrenzen beziehungsweise ganz darauf zu verzichten. ©2007 Stuttgarter Nachrichten